Betriebsratswahl bei der ERGO Hamburg – Triumph der NAG-Liste!

Am 29. Mai wurde der Betriebsrat der ERGO Hamburg vorzeitig neu gewählt. Am Start: Drei Kandidatenteams. Dabei stellte ver.di als einstmals stärkste Betriebsgruppe der Versicherungswirtschaft Liste 1, eine Gruppierung mit der Bezeichnung „Ihre Alternative“ Liste 2 - und die NAG mit rund 150 Kandidatinnen und Kandidaten rund um unseren Gewerkschaftsratsvorsitzenden Marco Nörenberg und den stellvertretenden NAG-Vorsitzenden Klaus Vittozzi ging als Liste 3 ins Rennen.

Unsere NAG-Liste ging mit dem Kennwort „Klare Kante“ in den Wahlkampf und betonte auf diese Weise ihre kämpferische Grundeinstellung im Kampf um die Sicherheit der Arbeitsplätze und die Bereitschaft zu klaren Positionierungen für die Beschäftigten. Die Wählerinnen und Wähler wurden mit dem Slogan „Bekenne Farbe – wähle grün“ und einer stark inhaltlichen Positionierungskampagne unserer kompetenten Kolleginnen und Kollegen beworben. Rund 3.000 Beschäftigte wurden an die Urnen gebeten.
Bei einer deutlich gestiegenen Wahlbeteiligung konnte die NAG einen glasklaren Wahlerfolg verbuchen. Mit 81% der abgegebenen Stimmen fuhren Marco Nörenberg und Klaus Vittozzi, die im Anschluss an die Wahl zum Vorsitzendenteam des Betriebsrats gewählt wurden, einen erdrutschartigen Erfolg ein und stellen im neuen Betriebsrat 19 von 23 Sitzen. Ver.di wurde gar nur dritte Kraft mit 9% der Stimmen und befindet sich damit in diesem Betriebsrat am Rande der Bedeutungslosigkeit. Wohl auch eine Quittung der Wählerinnen und Wähler für eine stark abgrenzende Haltung von ver.di und ihrer betrieblichen Vertreter gegenüber der NAG.

Wir von der NAG sagen „Glückwunsch, liebe Kolleginnen und Kollegen!“
Wir hoffen, solche Erfolge in Zukunft auch an anderen Orten wiederholen zu können!

Tagesordnung zur Mitgliederversammlung vom 09.-10.November 2013 in Fulda

Vom 9.-10.11.2013 findet unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt. Neben der regelmäßigen Neuwahl der Gremien wollen wir uns wie im letzten Jahr intensiv darüber unterhalten, welches die nächsten Schritte sein sollen, um die NAG so erfolgreich wie bisher weiter zu entwickeln.

Die Tagesordnung können Sie hier downloaden.

Berichterstattung im MAP-Report

Desaster – unter dieser Überschrift beschreibt der MAP-Report (FAX MAP 15/13) die Vorkommnisse um das „ver.di-Gutachten“, dessen Erstellung bereits im Juni 2012 angekündigt wurde. Das Ziel, nämlich eine „Grundlage für einen arbeitsplatzsichernden Gestaltungsrahmen in einer möglichen Bürgerversicherung (zu) sein“ hat das Gutachten offensichtlich weit verfehlt. Statt dessen bestätigt es nach dem was bisher bekannt wurde unsere schlimmsten Befürchtungen!

Hier können Sie sich den MAP-Report herunterladen.

Stimmenübertragung für Hauptversammlungen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in den kommenden Wochen finden vielerorts die Hauptversammlungen der der großen Versicherungskonzerne statt.

Viele von Ihnen sind Belegschaftsaktionäre, haben aber nicht die Möglichkeit persönlich zur Hauptversammlung zu fahren. Diesen Kolleginnen und Kollegen möchten wir gerne anbieten, ihre Stimmen zu übertragen. Hierfür haben wir unseren Sekretär Jürgen Stachan beauftragt das Stimmrecht auf Ihren Wunsch für Sie auszuüben.

Da die Depotbanken ihre Kunden in den nächsten Tagen anschreiben bzw. das bereits getan haben und um Stimmrechtsübertragung bitten, möchten wir Ihnen eine Alternative bieten. Die Alternative ist, dass Ihre Gewerkschaft und nicht Ihre Bank, Ihre Interessen bei der Hauptversammlung wahrnimmt.

Damit eine von Ihnen gewünschte Stimmrechtsübertragung nicht scheitert, ist folgendes zu tun:

Der Einladung zur Hauptversammlung liegt ein Formular bei, mittels diesem Sie eine zu benennende Person zur Teilnahme an der Hauptversammlung bevollmächtigen können.

Bevollmächtigen Sie

Jürgen Stachan, Giesener Str. 43, 31157 Sarstedt


für Sie an der Hauptversammlung teilzunehmen.

Der Tagesordnung zur Hauptversammlung können Sie entnehmen, welche Beschlüsse die Hauptversammlung treffen soll.

Sind Sie mit den Beschlussvorschlägen des Aufsichtsrates und des Vorstandes zur Abstimmung nicht einverstanden, haben Sie die Möglichkeit, dem Kollegen Jürgen Stachan eine Weisung für die Abstimmung zu erteilen. Sie vermerken dann auf der Einzelweisung für die Ausübung des Stimmrechts Ihre Weisung, der Kollege Stachan selbstverständlich folgen wird.

Diese Weisung senden Sie bitte dann an

Jürgen Stachan, Giesener Str. 43, 31157 Sarstedt


Bitte informieren Sie Jürgen Stachan in jedem Fall über die Vertretungsvollmacht (gerne auch per mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), da dieser keine Namen der zu Vertretenden mehr bekommt.

Wir wünschen allen Belegschaftsaktionären eine gute Kursentwicklung und gute Dividenden (sofern diese nicht zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgeschüttet werden).

Ihre NAG

NAG sagt „Nein!“ zum gläsernen Mitarbeiter!

Die Regierungskoalition hat die für den 01.02.2013 geplante Abstimmung des Bundestages über den Gesetzentwurf zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes (BT-Drs. 17/4230) von der Tagesordnung genommen und weitere Gespräche mit allen Beteiligten angekündigt. Und das ist auch richtig so!

Über 100.000 Unterzeichner hatten mit ihrer Unterschrift unter eine Petition ihre berechtigte Kritik gegen das Gesetzesvorhaben zum Ausdruck gebracht. Auch viel NAG-Mitglieder haben das getan.

Das Arbeiten im Innen- und Außendienst in der Versicherungsbranche ist durch den Einsatz von Datenverarbeitungstechnik geprägt. Viele unserer Mitglieder üben in ihrer Eigenschaft als Betriebsräte die Mitbestimmungsrechte im Sinne der Kolleginnen und Kollegen hierbei ständig aus.

Wir lehnen den vorgelegten Änderungsentwurf als Eingriff in die Grundrechte der Beschäftigten ab. Beschäftigte dürfen im Betrieb keinen Datenschutz zweiter Klasse erhalten, um wirtschaftlichen Interessen der Arbeitgeber damit zu dienen.

  • Die Erweiterung des Arbeitsvertrages zur Rechtsgrundlage der Datennutzung, um „die gegenüber dem Beschäftigten bestehenden Rechte des Arbeitgebers einschließlich der Leistungs- und Verhaltenskontrolle wahrzunehmen“(§32 g) ist ein Angriff auf die Rechte der Beschäftigten und ihrer Interessenvertretungen, deren Rechte hierzu noch nicht einmal gestärkt werden.

    Mit dieser Formulierung wird dem Arbeitgeber ein weites, nicht spezifiziertes Nutzungsrecht für Beschäftigtendaten eröffnet und der Beschäftigte gibt sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung am Betriebseingang ab.

  • Im Sinne von „gleichzeitig werden den Arbeitgebern verlässliche Grundlagen für die Durchsetzung von Compliance-Anforderungen und für den Kampf gegen Korruption an die Hand gegeben.“ (Vorblatt B des Gesetzentwurfes), werden mit den §§ 32 d und e die Möglichkeiten der Überwachung der Beschäftigten bei Strafverdacht oder schwerwiegenden Pflichtverletzungen durch den Arbeitgeber als Betriebspolizei grundsätzlich für rechtmäßig erklärt. Das Verbot einer Verwertung von Daten außerhalb der angestrebten Zweckbestimmung fehlt.

  • Dieser Gesetzentwurf schützt die Beschäftigten vor unrechtmäßiger Erhebung und Verwendung ihrer personenbezogenen Daten dadurch, dass die Rechtmäßigkeit durch dieses Gesetz hergestellt werden soll. Jeder einigermaßen sachkundige Arbeitgeber wird in die Lage versetzt, Datenschutzskandale „ordnungsgemäß“ zu vermeiden.

  • Das Recht der Beschäftigten auf informationelle Selbstbestimmung wird mit Unterschrift unter den Arbeitsvertrag aufgegeben.

Für die von der Regierungskoalition angekündigten Gespräche mit den Betroffenen, haben wir den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder und Rainer Brüderle unsere Gesprächsbereitschaft zum Ausdruck gebracht.

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